Luftschlosspiraten

Selbsthilfegruppe für Eltern

von Kindern

mit AD(H)S und/oder Autismus

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Gemeinsam stark

für die Zukunft unserer Kinder!

Die Bürokratischen Belange wie Anträge, Kranken/-Pflegekasse oder Behindertenausweis sind oft wenig Verständlich oder langwierig. Hier findet ihr ein paar Informationen dazu. 

In den Gruppentreffen greifen wir diese Themen auch öfters auf oder unterstützen uns tatkräftig beim ausfüllen der Anträge, geben Tipps oder gehen gemeinsam zu den Ämtern, wenn es gewünscht bzw möglich ist.

Pflegegrad

 

Pflegegrade (früher Pflegestufen) gibt es nicht nur für ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Behinderungen. Auch für Kinder- oder Jugendliche mit seelischen, psychischen Krankheiten/Behinderungen wie ADHS oder Autismus kann ein Pflegegrad beantragt werden. 

Hierzu ruft man bei seiner Krankenkasse an und beantragt einen Pflegegrad. Die Krankenkasse gibt dies an den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) weiter. Diese machen einen Termin aus und kommen dann zur Prüfung nach Hause. Bei dem Termin wird der Anspruch bzw die Höhe des Pflegegrades geprüft. Danach erstellt der MDK ein Gutachten. 

 

Es gibt 5 Pflegegrade:

Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

 

Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

 

Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

 

Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

 

Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die Pflegeleistung

 

Über die Pflegekasse kann man neben dem monatlichen Pflegegeld für die Pflegeperson oder um einen Pflegedienst zu bezahlen, auch Pflegemittel wie Handschuhe, einmal-Laken oder andere Hilfsmittel beantragen. 

Auch Verhinderungspflege, bei der man einen Pflegedienst oder eine Private Person (z.B. Nachbarin, Bekannte,) die nicht direkt Verwandt ist, über diese finanzieren, wenn die normale Pflegeperson durch Urlaub, Krankheit oder Termine verhindert ist. 

 

Behindertenausweis

 

Dies ist erstmal für viele ein schwieriger Schritt, da das Wort Behinderung immer noch recht negativ behaftet ist, und es viele im Zusammenhang mit einem Autistischen oder ADHSler Kind nicht gern aussprechen. Aber eigentlich ist es nichts schlimmes. Das Wort Behinderung an sich heißt lediglich abweichung von der Norm. Und ein Behindertenausweis soll einen gewissen Nachteil, den die Kinder unter umständen haben, ausgleichen. 

Einen Behindertenausweis bekommt man ab einem Grad der Behinderung (GdB) 50. Es gibt auch Merkzeichen, wie H = hilfsbedürftig oder B = benötigt Begleitung. Den Ausweis, die Bestimmung der Höhe des GdB und das Merkzeichen beantragt man beim Versorgungsamt (hier Siegburg für Ndk) oder beim Rathaus. Dann hat das Amt bis zu 6 Monaten Zeit den Antrag zu bearbeiten.

 

Wozu benötigt man den Ausweis? Bei Anträgen zu Pflegegraden, beim Jugendamt zur Eingliederungshilfe, bei Schulbegleitern oder Integrationshelfern kann der Ausweis hilfreich sein. 

Ebenso kann man mit entsprechender Höhe des GdB oder/und einem Bestimmten Merkzeichen Vergünstigungen in manchen Freizeiteinrichtungen oder im ÖNV nutzen

 

Bürokratie

Wir sind jetzt bei schulengel.de registriert. Hier könnt ihr unsere SGH für Eltern von Kindern mit Autismus oder Adhs unterstützen.

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"Luftschlosspiraten SGH für Eltern von Kindern mit Autismus oder Adhs"

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Jugendamt

 

Beim Jugendamt kann man Hilfen beantragen. Hier gibt es die Möglichkeit über die Eingliederungshilfe, wenn der § 35a oder ein Behindertenausweis vorliegen. 

Das Jugendamt prüft den Antrag, und schaut gemeinsam mit den Eltern, evtl Lehrern oder Kita welche Hilfen das Kind benötigt bzw wovon das Kind profitiert. Pauschal kann man hier nicht sagen, welche Hilfen gewährt werden können. Dies ist immer sehr individuell. 

 

Eine weitere Möglichkeit besteht über den Antrag auf Hilfe zur Erziehung. Hier gibt es auch Möglichkeiten Hilfen oder Förderungen zu erhalten. 

 

Auch wenn der Gang zum Jugendamt immer noch einen negativen Beigeschmack hat, ist es gut sich hier zu überwinden. Mögliche Hilfen sind Beispielsweise:

Schulbegleiter oder Integrationshelfer

Familienhilfe

Therapeutische oder Tiergestützte Angebote 

Tagesgruppen 

5-Tagesgruppen

Nachhilfe 

oder andere Hilfen

 

Auch hier sind die Hilfen immer individuell auf das Kind zugeschnitten. Auch kann es von Amt zu Amt unterschiedliche Angebote geben. Informieren lohnt sich. 

Die Anträge bekommt man von den Mitarbeitern der zuständigen Jugendämtern.